Archiv der Kategorie: Blog

Schulsanierung in Sachsen – Ist manchmal weniger, doch einfach mehr?

Angesichts der Tatsache, dass das Thema Schulsanierung im Doppelhaushalt erst 2014 auf dem Plan steht und angesichts des Sanierungsstaus von über einer Milliarde mit Mehrbedarf allein in Dresden, wird manch einem Schüler sicher ganz schön bange. Andere werden nur entnervt mit den Augen rollen. Sie sind es langsam gewohnt, dass der Putz von den Wänden bröckelt, das Pfeifen der teils original eingesetzten Holzfenster vom Denken ablenkt, man nur dann auf die Toilette geht, wenn es wirklich dringend nötig ist und die Turnhalle nicht, oder nur teilweise genutzt werden kann (Bitte keine Ballspiele, ja auch Tischtennisbälle könnten die Decke kaputt machen). Erstklassige Schulbildung in drittklassigen Gebäuden. Kann man das überhaupt noch dulden? Weiterlesen

Erfahrungen zum Sitzenbleiben

Sitzenbleiben ist sicherlich nicht die angenehmste Sache der Welt, aber kann auch eine Chance sein. Erfahrungen sind eine Grundlage aus denen man lernen kann. Dazu gehören positive, wie auch negative. Ich bin damals in der neunten Klasse sitzengeblieben, aufgrund von Mathematik. Um genauer zu sein, aufgrund einiger weniger Punkte. Ich stand auf 4,5 in Mathematik und ich schrieb meine letzte Klausur. Das Ergebnis war denkbar unglücklich eine 5+, ein paar Punkte hätten das Sitzenbleiben verhindert. Aber es wollte nicht. Bei den Lehrern meiner Schule hatte ich auch nicht immer den besten Ruf, vielleicht ein Grund dafür. Aber ich will die Fehler auch nicht bei anderen Suchen, sondern bei mir. Motivation und Lust auf Schule hatte ich in der Zeit nicht. Ich engagierte mich lieber ehrenamtlich, damals sehr stark bei den Pfadfindern, verbrachte meine Zeit lieber mit Freunden an der Elbe oder auf Konzerten. Weiterlesen

Lehrerin ist nicht gleich Lehrerin!

Warum ich vehement für eine Evaluation unserer Lehrerinnen und Lehrer eintrete?

Mit Kopfschütteln muss ich erkennen, dass die Unterrichtsqualität trotz der einheitlichen Lehrpläne nicht im mindesten vergleichbar ist. Fernab von derzeitigen Missständen wie beispielsweise dem Lehrermangel und dem daraus resultierenden Unterrichtsausfall, den fachfremden Vertretungsstunden oder den sogenannten „Guckstunden“ ist die Gesamtheit der verbesserungswürdigen Aspekte unseres Bildungssystems noch lange nicht erschöpft. Die demographischen Entwicklungen bedingen Folgendes: Unsere Lehrer und Lehrerinnen altern – und mit ihnen viel zu oft auch ihr Kenntnisstand und ihre Unterrichtsmethoden. Weiterlesen

Der 28.03.2012.

Bei diesem Datum kommen mir so viele Gedanken auf einmal in den Kopf, aber ich werde probieren sie zu ordnen und so, ein Jahr danach noch einmal Revue passieren zu lassen.

Angestoßen durch die Aktion der Schülervollversammlungen in Chemnitz diskutierte der damals neu gewählte Vorstand des LSR diese Problematik und es wurde schnell klar, dass es dringenden Handlungsbedarf gibt. Dort demonstrierten schon rund 2500 Schülerinnen und Schüler gegen den Lehrermangel. Man einigte sich darauf, den Aktionstag von Chemnitz auf ganz Sachsen auszuweiten. Weiterlesen

Bildungspolitik auf Bundesebene

In der Bildung ist Deutschland ganz klar ein föderaler Staat. Jedes Bundesland hat sein eigenes Schulsystem und meist eine ganz individuelle Lehrerausbildung. Nicht zu vergessen eine besondere Form von Schülervertretung aber natürlich auch ganz individuelle Probleme.

Trotzdem ist Bildungspolitik auch auf Bundesebene wichtig. Für viele ist es aber eher ein heikles Thema. Auch deswegen wir darum häufig ein Bogen gemacht und lieber geschwiegen, als diese Debatte auszulösen. Ein Schritt in die richtige Richtung ist meiner Meinung nach den Schülern auf Bundesebene eine Stimme zu geben: eine Schülervertretung aus Bundesebene. Unsere Aufgabe ist es, die Politik auf der Bundesebene aufmerksam zu machen, Bildung auch auf Bundesebene auf die Agenda zu bringen. Schülervertretungen organisieren sich schon seit längerer Zeit in den verschiedensten Gremien auf Bundesebene, eines davon ist die Bundesschülerkonferenz, deren Mitglied auch der LandesSchülerRat Sachsen ist. Der offizielle volle Name ist “Bundesschülerkonferenz – Ständige Konferenz der Landesschülervertretungen”. Sie vertritt primär keine Schüler, sondern die Interessen der Landesschülervertretungen auf Bundesebene. Man kann sie somit als Dachorganisation der Landesschülervertretungen der Länder ansehen. Weiterlesen

Wie weiter mit der Schule? – Bericht zu Lernlust statt Lernfrust

Mittlerweile mache ich mir viele Gedanken darüber, was Schule ist, wie man sie gestalten kann und wie sie laufen sollte.
Veranstaltungen wie heute geben mir immer wieder erneut den Impuls darüber nachzudenken, geben mir den Anspurn weiter daran zu arbeiten.
Gemeinsam mit Sophie und Konrad nahm ich heute an der Veranstaltung „Lernlust statt Schulfrust“ im Hygiene Museum in Dresden teil.
Hirnforscher Gerald Hüther, Schulleiterin Margret Rasfeld und mehrere Schüler ihrer Schule stellten das Konzept der Evang. Schule Berlin Zentrum vor, erklärten Projekte wie „Herausforderung“, bei dem Schüler zwei Wochen lang mit 150€ eine persönliche Herausforderung durchführen müssen, zum Beispiel das Schreiben eines Romans auf einem Bauernhof in Polen. Weiterlesen

Es ist Zeit zu verändern, nicht allein, sondern zusammen mit uns!

Ich komme in eine Schule und sehe verschiedenste Dinge: Plakate mit unheimlich interessanten Inhalten, Bilder, die unheimlich kreativ gestaltet sind und Aushänge von genialen Aktionen und Schülergruppen, die etwas bewegen wollen. Es ist unheimlich schön zu sehen, wie sich das Potential, das viele Schülerinnen und Schüler haben, festhalten und ihre Kreativität sich ausleben lässt. Jedoch sehe ich, wenn ich eine Schule komme, auch ganz anderes: sehe Papierwirrwarr, Arbeiten mit schlechten Noten darauf und ein Streitgespräch zwischen einer Lehrerin und einigen Schülern. Ich sehe Augenringe und höre einen Schüler sagen: „Ich hasse Schule, das geht mir alles auf den Sack!“ und leider habe ich das bis jetzt nicht nur einen – sondern viel zu viele Schülerinnen und Schüler sagen hören und das regt mich zum Nachdenken an. Weiterlesen

Halbzeit!

Endlich! Nur 5 Minuten vor dem Beginn unserer Pressekonferenz anlässlich der Halbzeit unserer Legislaturperiode und des Neuen Jahres füllt sich der Landespressesaal im Sächsischen Landtag nach und nach. Der Jahresrückblick lies uns wohl alle kurzzeitig mit staunenden Blicken auf die Ereignisse blicken, die wir in nur einem einzigen Jahr konzipierten, organisierten und umsetzen: Der sachsenweite Aktionstag am 28. März 2012, die Demonstration in Kooperation mit der KSS am 10. Mai 2012 und nicht zu vergessen ist auch die erste Auflage unserer Ausfallstatistik, welche im Juni 2012 erhoben wurde. Als letzten prägenden Punkt unseres Jahresrückblickes erläutert Konrad, bis auf ein leichtes Zittern seine Hände absolut befreit von jeglichen Anzeichen von Nervosität, die Position des LandesSchülerRates Sachsen zum Doppelhaushalt 201/2014. Einer unsrer maßgeblichsten Kritikpunkte ist, dass nach wie vor kaum Maßnahmen und Mittel angedacht sind, der fehlenden Attraktivität des Lehrerberufes entgegenzuwirken. Wir sprechen uns daher beispielsweise für Vorverträge mit in Sachsen studierenden Lehramtsstudenten aus,um deren Abwandern in die alten Bundesländer zu verhindern und ihnen eine Art Einstellungsgarantie anzubieten. Des Weiteren muss auch die Attraktivität des Lehrerberufes in den ländlichen Räumen enorm gestärkt werden, da dort die Bestellung durch Lehrkräfte noch schwieriger gewährleistet werden kann. Aufgrund der Unterrichtsausfallquoten an den sächsischen Schulen müssen unbedingt auch die Qualität der Vertretungsstunden verbessert und die Anzahl fachfremder Vertretungsstunden und Ausfallstunden minimiert werden. Weiterlesen

Ein Blick zurück

2012 – Ein Jahr voller Extreme, Höhen und Tiefen, spannenden und ruhigen Zeiten – nicht nur für mich privat, sondern auch für die sächsische Bildungslandschaft. Es ist viel passiert und wie es einen so kurz vor Jahreswechsel überkommt, mache auch ich mir meine Gedanken über das, was geschehen ist. Ein Jahresrückblick ist dieser Artikel nicht direkt. Viel mehr sind es meine Wünsche und Vorstellungen für das kommende Jahr, denn aus Fehlern soll man ja bekanntlich lernen – hoffentlich… Weiterlesen

Informieren – Diskutieren – Handeln!

Unzählige fremde Gesichter und Sprachfetzen umschwirren mich. Manchmal fließen sie ineinander, übereinander und münden in eine große Wolke der Überforderung und des Staunens.

Sieben Delegationen aus fünf Nationen sind in der Woche vom 5. bis 11. November 2012 zum internationalen, europäischen Jugendforum zusammengekommen: Belgien, Deutschland, Frankreich, Polen und Rumänien. Auf Grund dessen, dass die Stadt Chemnitz durch Partnerschaften sowohl mit dem Tagungsort Mulhouse in Frankreich, als auch mit den anderen Herkunftsstädten der Delegationen durch eine Vielzahl von Partnerschaften verknüpft ist, wurde 5 Schülern und Schülerinnen der Stadt Chemnitz ermöglicht, sich am Morgen des 5. Novembers noch etwas verschlafen auf den Weg nach Frankreich zu machen. Weiterlesen