Das Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB) lud am 21.01.2026 zum Fachtag »Medienpädagogik gestalten« ein. In diesem Atemzug fiel zu oft der Gedanke an ein sachsenweites Handyverbot über die Grundschulen hinaus. Wir betonen, dass Medienkompetenz und -bildung nicht mit Verboten privater digitaler Endgeräte gleichgesetzt werden dürfen.
In verschiedenen Workshops wurde über die Umsetzung eines Orientierungsrahmens für Medienbildung beraten und diskutiert, wobei die Rufe nach Verboten lauter wurden. Was bildungspolitische Akteur:innen zu vergessen scheinen, ist, den sächsischen Schulen Handlungsspielraum zu lassen und damit Schüler:innen eine echte Chance auf Mitbestimmung zu ermöglichen. »Der Austausch mit allen beteiligten Handlungstragenden ist unglaublich wichtig, doch was sowohl der Kultusminister als auch das LaSuB nicht vergessen dürfen, ist, was wir Schüler:innen wollen, und das ist ganz sicher kein Handyverbot, sondern echte Medienkompetenz – sowohl im Lehrplan, als auch bei den Lehrkräften«, betont unsere Vorsitzende Lina Zeeh. Dafür sollen verpflichtende Fortbildungen für Lehrkräfte, sowie fächerverbindende Medienbildung sorgen.
Wir sprechen uns dafür aus, frühzeitige und praktische Befähigung im Umgang mit Medien endlich als Priorität des Freistaats zu verstehen, anstatt Verbote zu pauken und sich einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema zu verschließen. Dazu gehört es auch, faire Bedingungen durch einheitlich verbesserte digitale Infrastruktur zu schaffen und langfristig zu fördern. »Ein Konzept für Medienbildung und -kompetenz ist ein wichtiger und notwendiger Ansatz in der digitalen Welt, in der wir leben, doch solange an einigen Schulen Overhead-Projektoren und fehlendes WLAN immer noch zum Alltag gehören, fehlt es klar an Umsetzungsmöglichkeiten«, mahnt Lina.
»Was der LSR aus dem Fachtag mitnehmen kann, sind spannende Ansätze und Projektideen von verschiedenen Schulen und Organisationen, bei deren Umsetzung die Schüler:innen eine echte Stimme haben können, denn sinnvolles Gestalten von Medienpädagogik funktioniert weder mit Verboten, noch ohne Schüler:innenbeteiligung«, fasst Lina zusammen.

