Neue Stundentafel: Erste Schritte in richtige Richtung

Das sächsische Kultusministerium veröffentlichte heute eine überarbeitete Stundentafel und neue Lehrpläne, die zum neuen Schuljahr 2019/2020 in Kraft treten werden.

Der Vorsitzende des LandesSchülerRat Noah Wehn

Dazu äußert sich Landesschülersprecher Noah WEHN: „Der LandesSchülerRat sieht seit geraumer Zeit, dass die sächsische Stundentafel umfassend verändert werden muss. Wir begrüßen die Überarbeitung. Damit werden erste Schritte in die richtige Richtung gemacht. Im bundesweiten Vergleich haben die sächsischen Schülerinnen und Schüler überdurchschnittlich viel Unterricht. Eine zumindest teilweise Entschlackung der Stundentafel, so wie sie nun vorgenommen wurde, ist zum Vorteil der Schülerinnen und Schüler.“

WEHN weiter: „Eine langjährige Forderung des LandesSchülerRat war eine Stärkung des GRW- bzw. GK-Unterrichtes. Wir begrüßen ausdrücklich, dass dieses Fach ab dem nächsten Schuljahr bereits in der siebten Klasse eingeführt wird. Dennoch gibt es im Bereich politische Bildung noch Bedarf an Änderungen. Es ist fraglich, dass GRW bzw. GK in der Sekundarstufe Zwei abwählbar ist. Außerdem sollte das Ministerium über die Möglichkeit eines Politikleistungskurses nachdenken.“

WEHN über die Neuerungen in den Lehrplänen: „Die intensive Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in mehreren Fächern ist – auch im Hinblick auf die Klimakonferenz am vergangenen Samstag – ein wichtiges Signal. Genau das hatten sich die Schülerinnen und Schüler gewünscht. Mehr Informatikstunden und verstärkte Medienbildung ist in Zeiten des digitalen Wandels ebenso wichtig.“

WEHN resümiert: „Trotz einiger begrüßenswerter Änderungen kann die Überarbeitung nur ein Zwischenschritt sein. Neben einer nachhaltigen Stundentafelüberarbeitung setzen wir auch auf neue Lehr- und Lernformate. Kritisch sehen wir die Kürzung im Musik- und Sportunterricht. Gerade diese Fächer tragen zur Persönlichkeitsentwicklung bei und können als Ausgleich angesehen werden. In Zeiten der Globalisierung und zunehmender Internationalität der Unternehmen ist eine Verminderung von Englisch und der zweiten Fremdsprache nicht tragbar. Stattdessen sollte drüber nachgedacht werden, Stunden im naturwissenschaftlichen Bereich zu reduzieren. Der LandesSchülerRat wünscht sich mehr Wahl- und Abwahlmöglichkeiten. Für die Zukunft ist eine diesbezügliche Flexibilisierung denkbar.“

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