Gegen das Vergessen – verpflichtende Gedenkstättenbesuche für alle Schüler*innen

Anlässlich des heutigen Holocaust-Gedenktages fordern wir verpflichtende Gedenkstättenbesuche für alle Schüler*innen.

»Historische Bildung bildet die Grundlage für politische Bildung und leistet einen entscheidenden Beitrag zur Extremismusprävention. Für ein Verständnis für die Verbrechen des Nationalsozialismus sollen alle Schüler*innen verpflichtend ein Konzentrations- oder Vernichtungslager besucht haben«, fordert unsere Vorsitzende Amy.

Die Auseinandersetzung mit der Geschichte und ihren schlimmsten Verbrechen muss ein zentraler Bestandteil schulischer Bildung sein. Dabei darf es nicht bei der bloßen Wissensvermittlung bleiben. Vielmehr müssen Schüler*innen die Geschehnisse so begreifen, dass sie daraus ein tieferes Verständnis entwickeln, das ihnen hilft, aktuelle politische Entwicklungen kritisch einzuordnen und ihre eigene Haltung zu festigen. Auch angesichts der schwindenden Zahl an Zeitzeug*innen ist es entscheidend, dass Schüler*innen die Möglichkeit erhalten, sich intensiv mit den Schicksalen der Opfer des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen. Dafür braucht es verpflichtende Gedenkstättenbesuche, die den Schüler*innen die Möglichkeit bieten, die Dimensionen der Verbrechen unmittelbar zu erfassen. Zudem muss auch im schulischen Kontext eine wirkliche Erinnerungskultur an die Opfer des Nationalsozialismus geschaffen werden.

»Die Vermittlung der Taten der Zeit des Nationalsozialismus ist notwendig, um den aktuellen Entwicklungen des Rechtsextremismus entgegenzuwirken. Dabei reicht der Geschichtsunterricht im Klassenzimmer nicht aus. In den Schulen muss ein aktives Erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus stattfinden. Mit einer verpflichtenden Wahrnehmung der Angebote der Gedenkstätten wird den Schüler*innen darauf eine wichtige Perspektive eröffnet« schließt Amy.