Generationsgerechtigkeit geht flöten – Verbeamtung macht’s möglich!

Der LandesSchülerRat Sachsen (LSR Sachsen) widerspricht der Forderung des Deutschen Philologenverbandes (DPhV) die sächsischen Lehrer zu verbeamten. Dieser sieht in diesem Schritt eine Möglichkeit dem Lehrermangel an Sachsens Schulen entgegen zu wirken. „Die Verbeamtung von Lehrkräften hat lediglich eine Einschränkung der Flexibilität des Systems zur Folge und würde die Lösung der zurzeit bestehenden Probleme nicht voranbringen. Des Weiteren werden so zu Lasten von späteren Generationen Pensionsansprüche geschaffen.“, widerspricht Konrad Degen, Vorsitzender des LSR Sachsen, diesen Ansichten.

Nach einer internen Abstimmung lehnt der Vorstand des LSR Sachsen, auch aufgrund der schlecht abschätzbaren Kosten und einer zu unflexiblen Personalpolitik, die Verbeamtung der Lehrer in Sachsen strikt ab. Attraktivität schafft man nicht nur durch eine bessere Bezahlung, sondern auch durch bessere Arbeitsbedingungen, zum Beispiel kleine Klassen, sanierte Schulgebäude und auch geringere Stundentafeln. Daneben bedarf es nach Meinung des LandesSchülerRates aber auch “eine Entfristung von Arbeitsverhältnissen und der Angleichung der Lehrergehälter an andere Bundesländer“, wie Konrad Degen abschließend erklärte. Der Vorstand des LandesSchülerRates wird zeitnah den Kontakt zu Gewerkschaften und Lehrerverbänden suchen, um das Thema Verbeamtung gemeinsam zu diskutieren.

ein Kommentar

  1. Wie soll denn die Angleichung der Lehrergehälter konkret vonstatten gehen? In den anderen Bundesländern verdienen verbeamtete Lehrer bis zu 800 Euro netto mehr als ihre angestellten Kollegen in Sachsen. Pro Jahr macht das also bis zu 10.000 Euro pro Lehrkraft aus. Bei einer angenommenen Dienstzeit von 40 Jahren beträgt die Differenz pro Lehrkraft bis zu 400.000 Euro – netto, wohlgemerk. Der Bruttobetrag dürfte deutlich höher sein. Kurzum: die Verbeamtung von Lehrkräften käme dem Freistaat deutlich günstiger.

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