Landesweiter Schülerentscheid: Schüler sollen über Verlängerung der Grundschulzeit abstimmen

Der LandesSchülerRat Sachsen ruft alle Schülerinnen und Schüler an den weiterführenden Schulen auf, ab Montag (22. Mai 2017) an einem landesweiten Schülerentscheid teilzunehmen.

Ziel ist es, das Meinungsbild möglichst vieler sächsischen Schülerinnen und Schüler zu einer konkreten Thematik zu erhalten. Die Abstimmenden sollen sich positionieren, ob die höchste gesetzlich legitimierte Schülervertretung auf eine Ausweitung der Grundschulzeit auf sechs Jahre hinarbeiten soll.

Abstimmen können die rund 400.000 stimmberechtigten Schülerinnen und Schüler im Zeitraum vom 22.05. bis 02.06.2017. Der Schülersprecher der Schule legt dafür einen Abstimmungstag fest, an welchem in allen Klassen die Befragung durchgeführt wird. Die Ergebnisse werden dann gesammelt an den LandesSchülerRat gesendet, der diese auswerten und die Öffentlichkeit über das Endergebnis informieren wird.

Jeder Schülersprecher einer weiterführenden Schule hat in den letzten Wochen Informationen per Post erhalten. Den entsprechenden Briefen liegt umfangreiches Informationsmaterial mit genauen Anweisungen zur Durchführung bei. Die Schülersprecher werden gebeten, die Instruktionen genau zu befolgen. Eine Unterstützung seitens der Lehrkräfte und Elternvertreter begrüßen wir und danken allen für ihre Mithilfe. 

Fragen zur Durchführung des Schülerentscheides bitte ausschließlich an: abstimmung@lsr-sachsen.de.

Medienvertreter wenden sich bitte an den Pressesprecher des LandesSchülerRates.

Hinweis: „6 Jahre Grundschule“ bedeutet nicht, dass Schülerinnen und Schüler 2 Jahre länger die Schule besuchen müssen. Im Sinne des längeren gemeinsamen Lernens wäre die Mittelstufe, wie jetzt auch, von Klasse 7-10. 


Schülerentscheid in der Presse: MDR AktuellLVZ, Radio Dresden, LIZ, Freie Presse/DPA, TAG24

15 Antworten auf Landesweiter Schülerentscheid: Schüler sollen über Verlängerung der Grundschulzeit abstimmen

  1. Leonie sagt:

    Ich würde es bis zur 4. Klasse machen

  2. DoktorQuadrat sagt:

    Also ich finde den Vorschlag nicht so gut. Bis zur 4. Reicht vollkommen aus.

  3. Kathy sagt:

    Ich fände es toll, bis zur Klasse 6.Eine Entscheidung nach der 4 zu treffen ist zu früh.

  4. SK sagt:

    Sollte man da nicht mal die Eltern befragen? Ich glaube kaum das Kinder so was entscheiden können, sie können doch noch gar nicht überblicken welch ein großer Vorteil das wäre!

    • Madlen sagt:

      Ich bin auch der Meinung, dass man da lieber die Eltern befragen sollte. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass eine Grundschulzeit bis zur 4. Klasse völlig ausreichend ist. Leistungsstärkere Kinder verlieren schnell die Lust an die Schule, da sie des öfteren auf leistungsstärkere Schüler im Unterrichtsstoff „warten“ müssen und leistungsschwächere Schüler erhalten nicht die notwendige Zeit vom Lehrer, um den Unterrichtsstoff erklären zu lassen. Ab der vierten Klasse musste ich mein Kind ständig motivieren, da es keinen Spass mehr an der Schule hatte, und er ist bis zur dritten Klasse gern zur Schule gegangen. Seit dem Schulwechsel auf das Gymnasium sehe ich wieder ein ausgelassenes Kind und höre fast jeden Tag “ Mama, ich freu mich wieder richtig doll auf die Schule“ 🙂

    • Kathi l sagt:

      Nein, ich finde es richtig direkt die Schüler zu fragen, welche vor ein paar Jahren selbst vor der Entscheidung Strafen ob Gymnasium oder Oberschule. Es ist wichtig auch uns Schüler mit zu integrieren was Entscheidungen bei unserem „tollen“ Bildungssystem angeht. Was sollen da die Eltern groß mitentscheiden? Sie haben vor 20/30 Jahren die Schulbank gedrückt.

  5. Dagmar Wenzel sagt:

    Ich bin eine von den Eltern und habe Drei inzwischen große Mädchen ,alle sind mit der vierten Klasse aus der Grundschule gegangen ,zum Leidwesen der Kinder ,sie sind heute noch der Meinung es wäre besser gewesen sie hätten noch ein Jahr länger in der Grundschule bleiben können.Nun habe ich noch ein Enkelkind das jetzt bald in die dritte Klasse kommt und auch bei ihr sind wir der Meinung es wäre besser sie könnte auch noch, wenigstens ein Jahr länger , in der Grundschule bleiben.Ich selber habe fest gestellt ,das es für die Kinder einfach zu früh ist ,erst, mit der fünften Klasse können sie so eine Entscheidung besser beurteilen.

  6. Diana Berghöfer sagt:

    Ganz klar Klasse 6

  7. Helga Leonhardt sagt:

    Ich bin der Meinung, dass ein Besuch der Grundschule länger als 4 Jahre sinnvoller ist. Die Entscheidungskraft der Schüler wächst erst mit zunehmenden Alter. Außerdem wäre eine Meinung der Eltern wichtig.

  8. Alina sagt:

    Ich bin in Zukunft für 6 Jahre Grundschule.

  9. Gema Perez sagt:

    Ich finde, dass die Meinung von Eltern und Schülern wichtig ist. Ich fände es toll, wenn man sich nicht schon in der 4. Klasse für eine Schulform entscheiden müsste und den Kindern im Entwicklungsprozess etwas mehr Zeit geben würde.

    Meine Tochter war aber sehr froh, als sie nach der 4. Klasse aufs Gymnasium gewechselt ist.
    Diese Frage ist leider nicht mit einem JA oder NEIN zu beantworten. Es hängt vom Einzelfall ab. Im Berlin werden die Kinder grundsätzlich erst nach der 6. Klasse getrennt. In Einzelfällen ist aber ein Wechsel auf eine weiterführende Schule nach der 4. Klasse auch möglich. So ein Modell wäre in meinen Augen eine gute Lösung, so könnte man alle Bedürfnisse abdecken.

  10. HW sagt:

    Ein Wechsel nach Klasse 4 halte ich für sinnvoll. Bezogen auf Leistung und Motivation. Viele Kinder des mittleren und unteren Leistungsniveaus wird gerade mit einem Wechsel in die Orientierungsstufe in Klasse 5/6 auf Oberschule geholfen, verlorenes Selbstvertrauen in ihre eigenen Leistungen wiederzufinden.
    Wenn man schon gemeinsam längeres Lernen will, bedarf dies m.A. einer völlig neuen Struktur:
    Z.Bsp: bis Klasse 9 für alle, dann Prüfungen und im Anschluss eine Fortsetzung des gewählten Bildungsweges.

  11. michaela birk sagt:

    Es ist gut, dass sich der Schülerrat für eine Verlängerung der Grundschulzeit einsetzt. Unser Sohn beendet dieses Jahr die Grundschule und wir wären alle, Schüler und Eltern, froh, wenn er noch 2 Jahre in der Grundschule bleiben könnte.

  12. Michael Klatt sagt:

    Landesschülerrat lasst sich vor den Karren des Bildungsministers Sachsen spannen.
    Bei der schnell einberufenen Wahl geht es nicht darum die Schüler längeren in einer „vertrauten“ Umgebung zu lassen.
    Damit sollen nur die Schüler und Eltern über das Gefühl emotioal angesprochen werden.
    Es fehlen Gymnasiallehrer massiv durch eine verfehlte Bildungspolitik. Man spart durch zwei Klassenstufen 25% an Gymnasiallehrer die man nie und nimmer in den nächsten Jahren ersetzen hätte könnte und verlagert den Missstand der Bildungspolitik in die Grundschule. Natürlich preislich günstiger. Macht endlich richtige Bildungspolitik und nicht nur Sparpakete.

    Diese Jahr sind Wahlen … Bildungspolitik steht ganz oben!

    Michael Klatt
    Gymnasiallehrer (bin 37 Jahre im Schuldienst)

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