Chemnitz 11 – Schule macht Demokratie

Clara Stelmecke besuchte 2011 Chemnitz11 und berichtete im Anschluss in ihrer Schülerzeitung, dem „Kaktus“ vom Gymnasium Olbernhau.

Sich austauschen, kennen lernen, Party machen, ausspannen und gemeinsam Ansätze entwickeln, Schule mitzugestalten: Vom 11. – 13. März fand in Chemnitz eine Konferenz sächsischer Schüler und Schülerinnen zum Thema „Schule macht Demokratie“ statt. Es nahmen ca. 250 Schüler ab 14 Jahren teil, die daran interessiert sind, sich an ihrer Schule einzubringen und diese mitzugestalten. Das Projekt wurde vom Landesschülerrat Sachsen angeschoben. Als Veranstaltungsort diente der Campus der TU Chemnitz.

Am Freitag wurden bei einer kurzen Begrüßung seitens der Landesschülerräte neben dem Programm für das gesamte Wochenende auch einige Partner, Organisatoren und Förderer vorgestellt. Anschließend hatten die Schüler bei einem Konzert im Südbahnhof die Möglichkeit, sich kennen zu lernen und gemeinsam zu feiern.

Die Schüler waren in drei verschiedenen Schlafstätten untergebracht. Die meisten schliefen in einer Turnhalle. Der Erholungsfaktor konnte daher nicht hoch angesetzt werden und doch starteten die Schüler am nächsten Morgen motiviert in den Tag. Nach einigen Grußworten der Unterstützer und Organisatoren war es dann soweit: Das Open Space war eröffnet. Ziel dabei ist es, Gedanken und Erfahrungen zu einem bestimmten Thema auszutauschen und zu diskutieren. Das so genannte Open Space ist eine Großgruppenmoderationsmethode, bei der die Schüler selbst eigene Themen anbringen, über die sie sich gern mit anderen austauschen wollen. Nachdem zum zentralen Thema „Demokratie in der Schule“ viele interessante Fragestellungen seitens der Schüler aufgestellt wurden, fanden in unterschiedlichen Räumen Diskussionsrunden statt, an denen sich die Schüler beteiligen konnten. Dabei wurden in jeder Runde zu dem bestimmten Thema Ziele, Veränderungen und mögliche Maßnahmen festgehalten. Einige Themen waren zum Beispiel:

  • Abitur in 12 oder 13 Schuljahren?
  • Lehrerbewertung
  • Noten – ein Machtinstrument ?! oder
  • Engagement im Schülerrat.

Die Teilnehmer hatten dabei die Freiheit, zwischen Diskussionsrunden zu wechseln. Durch diese freie und ungezwungene Art und Weise des Austauschs kamen interessante Gespräche und Diskussionen zustande. Die Mehrheit der Konferenzteilnehmer empfand Open Space als eine sehr wirkungsvolle Methode, sich den Themen zu nähern und mit vielen unterschiedlichen Menschen darüber ins Gespräch zu kommen.

Als Ausklang dieses erfolgreichen Tages war wieder einmal Party angesagt. DJ absoluteGEORG legte im Foyer des Campus auf und es wurde getanzt und gefeiert. Zum Entspannen gab es einen Kinoraum und eine Chill-Lounge, außerdem ein Karaokezimmer und vieles mehr. Insgesamt ein sehr gelungener Abend! 🙂

Abschließend zum Open Space wurden am Sonntag dessen Ergebnisse vorgestellt, welche das Chemnitz 11-Team noch in der Nacht in einem Heft zusammengestellt hatte. Diese Ergebnisse sollen den Schülern, ihren Vertretern und ganz besonders dem Landesschülerrat als Handwerkszeug für die Zukunft dienen. Auf dem anschließenden „Markt der Möglichkeiten“ stellten sich verschiedene Organisationen und Gruppen vor, welche Projekte für Schulen anbieten oder Schüler bei der Umsetzung eigener Ideen unterstützen.

Chemnitz 11 war ein gelungener Mix aus produktiver Arbeit und Freizeit. Es war sehr motivierend, so viele engagierte junge Leute kennen zu lernen und mit ihnen zu überlegen, wie wir unsere Schulen mitgestalten und verändern können.

Clara Stelmecke, ab September FSJ Politik bei der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, Programm Mitwirkung mit Wirkung

Die Texte geben die Meinung des jeweiligen Autors wieder und nicht die des LandesSchülerRates Sachsens.

Weitere Informationen zu Chemnitz13: www.chemnitz13.de
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