Friedrich Roderfeld | Vorsitzender

Friedrich Roderfeld

Liebe Gäste dieser Seite,

mein Name ist Friedrich Roderfeld, ich bin 18 Jahre alt und seit der 42. Landesdelegiertenkonferenz bin ich Vorsitzender des LandesSchülerRat Sachsen. Damit gehöre ich nun schon seit über zwei Jahren dem Landesvorstand des LSR an.

Meinen Weg in der Schülervertretung begann ich 2013 bei der Vollversammlung des KreisSchülerRat Sächsische Schweiz /Osterzgebirge. Durch meine Wahl zum Landesdelegierten dort, hatte ich die Möglichkeit, der 38. Landesdelegiertenkonferenz des LSR in Radeberg beizuwohnen. So bin ich schließlich Mitte November 2013 zum Vorstandsmitglied und Geschäftsführer des LSR gewählt worden. Später übernahm ich dann das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden und außerdem kommissarisch den Vorsitz des LandesSchülerRats.

Seit nunmehr einem Jahr besuche ich ein Berufliches Gymnasium mit dem Schwerpunkt Wirtschaftswissenschaften in Dresden, bin dort Schülersprecher und engagiere mich nebenbei noch im StadtSchülerRat Dresden als Landesdelegierter. Durch dieses Amt hatte ich auch die Möglichkeit, mich für eine Wiederwahl aufzustellen. Mir war persönlich klar, dass ich mich abermals im Vorstand des LSR engagieren wollte, da mir die Arbeit in den vergangen zwei Jahren unglaublich viel Spaß und Freude, aber auch Erfahrung gebracht hatte. Diese Aufgabe, die neben der Schule den größten Platz in meinem Leben beanspruchte, wollte ich schlicht und ergreifend nicht missen. Umso mehr habe ich mich über die (Wieder-)Wahl zum Vorsitzenden des LSR gefreut.

Sachsens Schulsystem steht gut da, das belegen immer wieder einige nationale und internationale Bildungsstudien. Sächsische Schüler schneiden in vielen Bereichen bundesweit am besten ab, das Sächsische Schulsystem vermittelt bestimmte Kompetenzen in einer hervorragenden Art und Weise. Dennoch sehe ich einige gravierende Probleme in unserer Schullandschaft, die auch in Anbetracht des guten Rufs nicht einfach zu ignorieren sind. Ich sehe es als Vorstandsvorsitzender als meine persönliche Aufgabe, auf diese Herausforderungen und Probleme aufmerksam zu machen. Der LandesSchülerRat Sachsen hat mit seinen umfangreichen Beschlüssen eine Vision von einem besseren Schulsystem. Wir werden nun versuchen, einige dieser Vorschläge für ein besseres Schulsystem in die Tat umzusetzen. Einige Themen liegen mir dort persönlich am Herzen. Allem voran ist es das Thema Politische Bildung an sächsischen Schulen. Schule darf kein politikfreier Raum sein, gerade in Zeiten von Rechtsextremismus. Grundsätzlich müssen die Eltern dafür da sein, ihren Kindern Grundwerte unserer Demokratie und unseres politischen Systems beizubringen. Allerdings gibt es viele Eltern die genau dies nicht leisten. Schaut man sich die Wahlbeteiligung zur letzten Landtagswahl an, sieht man, dass nicht einmal die Hälfte der Wahlberechtigten ihre Stimme abgaben. Viele Nichtwähler haben Kinder. Wenn man aber derart politisch uninteressiert ist, dass man nicht einmal von seinem Wahlrecht Gebrauch macht, wird man seinen Kindern wohl kaum die notwendige politische Bildung mit auf den Weg geben. Aus diesem Grund bin ich der Überzeugung, dass Schule dort eine große Verantwortung hat. Deswegen stehe ich dafür, dass es mehr Politikunterricht, in dem demokratische Werte vermittelt werden soll, an den Schulen geben muss. Auch eine Etablierung einer Debattenkultur im Unterricht ist für mich persönlich wichtig. Nur so kann man Interesse und Verständnis für Politik gewinnen, nur so kann man dem Problem der geringen Wahlbeteiligung entgegentreten.

Ein weiteres großes Thema für mich ist die Integration von Flüchtlingskindern an sächsische Schulen. Durch die große Anzahl der Menschen die tagtäglich zu uns kommen, kommen große Aufgaben auf unser Schulsystem zu. Die Gegebenheiten an den Schulen sind dafür noch lange nicht vorhanden, deswegen müssen die Anstrengungen nun um so größer sein.

Ein sehr wichtiges Thema ist auch die anstehende Schulgesetznovellierung. Der LandesSchülerRat hat sich bereits in der vergangenen Legislatur Gedanken über ein besseres Schulgesetz gemacht. In den nächsten anderthalb Jahren wird es deswegen wichtig sein, diese Vorschläge und Änderungswünsche auch deutlich gegenüber dem Kultusministerium, Abgeordneten und der Öffentlichkeit zu kommunizieren. Diesen Prozess möchte ich maßgeblich mit gestalten.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen und Euch einen kleinen Einblick in meine Vorhaben für die nächsten zwei Jahre geben. Es wird sicherlich keine leichte Aufgabe sein. Mit meiner schon gewonnenen Expertise in bildungspolitischen Dingen, glaube ich aber, besten auf diese Aufgaben vorbereitet zu sein. Auch dem neuen, jungen Vorstand werde ich mit meiner Erfahrung beistehen. Damit sind wir bestens vorbereitet, auch wirklich etwas zu bewegen.

Ihr/ Euer
Friedrich Roderfeld

E-Mail: friedrich.roderfeld@lsr-sachsen.de