Kürzer geht’s nicht! – Schüler und Studenten machen gemeinsame Sache

Der Kooperationspartner des LandesSchülerRates Sachsen (LSR Sachsen), die „Konferenz Sächsischer Studierendenschaften“, hat für den 25.06. eine Großdemonstration organisiert. Das Motto der Veranstaltung verlangt die Rücknahme der Kürzungen im Hochschulbereich und fordert gleichzeitig mehr Investitionen in Bildung. Studenten, Schüler und Eltern haben gemeinsam an den Inhalten mitgewirkt. Zusammen steht man solidarisch für einander ein.

Bildung fängt nicht erst in der Hochschule an. Sie beginnt mit dem ersten Tag im Kindergarten, setzt sich fort mit der Zuckertüte und schließt die mittlere Reife oder das Abitur an. Deswegen braucht es Investitionen in das Schulnetz. Die Schulträger brauchen mehr Unterstützung, für einen schnellere Sanierungen und den Ausbau von Kapazitäten. Die dünne Personaldecke bei Lehrern hat in den letzten Wochen für viel Wirbel gesorgt. Elternbescheide konnten nicht versandt werden. Herr Tillich sprach ein Machtwort und konnte die Situation über die Landtagswahl mit 185 Stellen retten. Dazu versprach man mindestens 1.000 neue Lehrer jedes Jahr. Bei anderthalbfach so großen Altersabgängen kann das allerdings nicht ausreichen. Trotzdem verspricht man ohne gesicherte Finanzierung von Schulsozialarbeit und einer auf Kante genähten Personalplanung bei Lehrern, die Senkung der Schulabbrecherquote. Auch hier braucht es ein klares Bekenntnis zu Ausgaben für mehr Personal. Für den LSR Sachsen ist Bildung Zukunft, doch ohne mehr Investitionen hat es Sachsen nicht verdient mit sehr guten Ergebnissen in PISA-Studien zu glänzen. Der Vorsitzende Patrick Tanzer dazu:

„Die Aufreger um benutzbare Toiletten in Leipzig und die zu dünne Personaldecke haben gezeigt, dass der Rotstift angesetzt ist. Das Finanzministerium streicht Stellen im Hochschulbereich, nimmt Zukunftsperspektiven für Schüler. Dazu verhindert man wichtige Investitionen. Und am Ende beschweren sich Arbeitgeber über unzureichend geschulte Absolventen aus Uni und Schule, Azubis ohne Grundlagenkenntnisse. Wer mündige Bürger und eine starke Entwicklung in Sachsen will, muss Geld in Studenten und Schüler stecken! Dazu braucht es mehr Personal, Investitionen in Infrastruktur und die Rücknahme von Streichungen. Deswegen setzen wir mit ein Zeichen: Herr Unland? – Kürzer geht’s nicht!“

 

Dieser Beitrag wurde unter Aktuelles veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *