PISA-Studie: Wirft mehr Fragen auf als sie klärt

Der LandesSchülerRat Sachsen freut sich über die besseren Ergebnisse der bundesdeutschen Schüler. Daher ermahnen wir die Politik weiter in die Bildung zu investieren, um den hohen Standard zu halten. Allerdings stellen die Resultate weitere Herausforderungen an uns. Wir müssen uns immer noch mit großem Engagement für mehr Lehrer und einen Generationswechsel einsetzen. Schließlich ist das Mittelmaß nicht gut genug und fordert auch von allen Landesschülerräten enge Zusammenarbeit und geschlossenes Vorgehen.

Dennoch kritisieren wir auch die PISA-Studie. Sie entwickelt sich mehr zu einem Instrument, das Wissen standardisieren soll und darüber die regionalen, nationalen Unterschiede missachtet. Die PISA-Studie erklärt nie das „Warum?“. Weshalb funktioniert Unterricht so unterschiedlich gut? Wie haben einzelne Reformen gewirkt? Diese Fragen sollten nun endlich in den Mittelpunkt gestellt werden. So ergibt sich kein Mehrwert. Aus unserer Sicht führt dabei die wachsende Zahlenflut nur zu einer Verallgemeinerung innerhalb des Bildungssystems. Der wichtige Einzelfall wird darüber vergessen.

Vorstandsvorsitzender Patrick Tanzer dazu: „Uns ist nicht damit geholfen zu wissen das x Schüler schlecht in einzelnen Kompetenzfeldern sind, uns hilft nur zu wissen das ein Schüler ungenügende Kompetenzen und Wissen besitzt und warum. Nur so können wir helfen. Wir müssen endlich die Hintergründe erkennen und nicht nur an der Oberfläche der Zahlen herumwerkeln.“


Downlaod Pressemittelung: http://lsr-sachsen.de/wp-content/uploads/2013/12/PISA_Studie.pdf

Bildquelle: www.ksta.de

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Eine Antwort auf PISA-Studie: Wirft mehr Fragen auf als sie klärt

  1. Tom sagt:

    Also Zahlen haben schon eine klare und eindeutige Aussage und wenn es X andere Länder gibt, welche bessere Ergebnisse liefern, so kann man sich davor nicht verschließen. Allerdings sehe ich es auch so, dass man die Ursachen für ein schlechtes Abschneiden ergründen muss, um daran arbeiten zu können.

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